ARGO – Segeln als Jugendförderung auf dem Wasser

Am 1. Mai hat Jürg von der POLAAR als Vertreter der Jugend des Yacht Club Arbon (YCA) am Skippertraining des ARGO e.V. teilgenommen.

Ziel dieses Engagements

Segel-Events für Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren zu entwickeln, die praxisnah, inspirierend und zugänglich sind – ganz im Sinne einer nachhaltigen Nachwuchsförderung im Segelsport.

Das Training fand bei besten Bedingungen statt: Sonne, leichter Wind und eine motivierte Crew. Besonders eindrücklich war dabei das Schiff selbst: Die ARGO wurde in den letzten Jahren mit grossem Engagement restauriert und verbindet heute traditionelle Seemannschaft mit zeitgemässer Jugendförderung. Ein Tag auf diesem Schiff ist mehr als Segeln – es ist Erlebnis, Teamarbeit und Verantwortung erleben zugleich.

Die Idee: Jugendförderung mit Wirkung

Im Austausch mit dem ARGO e.V. wurde klar: hier geht es nicht nur um Segeln. Vielmehr geht es um eine ganzheitliche Jugendförderung:

  • Verantwortung übernehmen
  • Zusammenarbeit im Team erleben
  • Führung erfahren und entwickeln
  • Selbstvertrauen aufbauen

Genau diese Elemente machen Segeln zu einem idealen Instrument für die Entwicklung junger Menschen. Ziel ist es nun, solche Formate am Bodensee für die YCA-Jugend und darüber hinaus zugänglich zu machen.

Die Geschichte

Der 75er Schärenkreuzer "Schwanenweiss" auf dem Wannsee, ca. 1932 – Ursprung der ARGO am Bodensee
Die Schwanenweiss (1932) auf dem Wannsee – heute als ARGO auf dem Bodensee im Einsatz für die Jugendförderung

Die ARGO gehört zu den traditionsreichen Segelyachten am Bodensee – ein Schiff mit Geschichte, Charakter und sportlicher Vergangenheit.

Die ARGO ist ein 75er Schärenkreuzer. Die Yacht wurde 1932 von der renommierten Werft Abeking & Rasmussen ursprünglich als „Schwanenweiß VI“ gebaut – ganz dem damaligen Zeitgeist entsprechend, bei dem Segelyachten noch konsequent auf Repräsentation, Eleganz und handwerkliche Präzision ausgelegt waren.

Ab 2026 wurde die Yacht mit grossem Engagement von dem ARGO e.V. restauriert und technisch erneuert und präsentiert sie sich heute als beeindruckende Verbindung aus klassischem Yachtbau und modernem Rigg und entsprechendem Handling.

Erfolge bei der Rund Um

Die ARGO ist nicht nur ein schönes Schiff – sie hat auch Regattageschichte geschrieben. Besonders bei der legendären Rund Um – der grössten Langstreckenregatta am Bodensee – war sie über Jahre hinweg regelmässig am Start und ging mehrfach als schnellstes Schiff über die Ziellinie. Die ARGO hat sich dabei als leistungsfähige Schönheit bewährt und zählt zu den Booten, die diese Regatta über Jahrzehnte mitgeprägt haben.

Vom Regattaschiff zur Ausbildungsplattform

Heute steht die ARGO nicht mehr primär für sportliches Engagement. Der ARGO e.V. verfolgt das Ziel, dieses besondere Schiff nicht nur zu erhalten, sondern aktiv für die Jugendförderung zu nutzen. Damit bleibt die ARGO genau das, was sie immer war: Ein Schiff, das Menschen begeistert und zusammenbringt – auf dem Wasser und darüber hinaus.

Informationen

Mehr Informationen zum Projekt ARGO, den Verein und seine Ziele findest Du auf der Webseite des ARGO e. V.

Segeln Lernen. Verwantwortung übernehmen. Team erleben

Kein Aprilscherz – Regatta-Training bei Bise und Welle auf dem Bodensee

Regatta-Training auf der J/70

Kein Aprilscherz: Das zweite Regatta-Training 2026 der Segelschule POLAAR fand bei kühler Bise und eindrücklicher Kulisse statt. Mit Blick auf die verschneiten Hänge im Hinterland trainierten wir auf dem Bodensee unter anspruchsvollen Bedingungen.

Bei viel Welle und mässigem Wind lag der Fokus bewusst nicht auf Speed, sondern auf den Grundlagen des effizienten und sicheren Segelns im Regattamodus: Bewegungsabläufe an Bord und Timing des Steuermanns.

Findet das Optimierungspotential im Trainingsvideo!

Melde Dich für das nächste Regatta-Training an!

Starkwindtraining auf der J/70 – 25 Knoten + auf dem Bodensee

J/70 im Vollgltisch ohne Gennaker - Speedrausch pur! | POLAAR Schweizer Segelschule Bodensee

Am 5. Oktober zeigte sich der Bodensee von seiner herbstlich wilden Seite. Ein kräftiger Westwind bescherte herrliche Segelbedingungen. Typisch für die Jahreszeit hatten Janic, Daniela und Jürg den See praktisch für sich alleine – Bahn frei für Speedfahrten unter Gennaker!

Die Bedingungen waren anspruchsvoll: Der Wind war extrem böig, und kleine Unachtsamkeiten führten zu zwei heftigen Knock-Downs unter Gennaker. Die erfahrene Crew nahm’s gelassen und nutzte die Gelegenheit, die Grenzen des Bootes und der eigenen Fähigkeiten auszuloten.

Die rund acht Seemeilen ans deutsche Ufer schienen viel zu kurz. Inzwischen türmten sich für den Bodensee ungewöhnlich hohe Wellen auf und boten auf dem Rückweg fordernde Trainingsbedingungen beim Aufkreuzen in bewegter See.

Auch die erwartete Sturmbö mit bis zu 48 Knoten (Beaufort 9) blieb nicht aus – eine eindrückliche Erfahrung, wie gewaltige Windkräfte das Boot an seine Grenzen führen und trozdem dank geübtem Bootshandling und Teamarbeit beherrschbar bleibt.

Fazit

Ein Tag wie gemacht für Seglerinnen und Segler mit Leidenschaft für Starkwind: intensive Trainingsbedingungen und pure Segelfreude auf der J/70.

Wer solche Bedingungen gezielt trainieren will, findet in der POLAAR Segelausbildung die passende Herausforderung.

Singlehanded im Wüstensturm (30kn+)

Ein Tief mit Zentrum westlich der Britischen Inseln hatte sich ungewöhnlich weit nach Süden ausgedehnt. Der entstandene Trog in Nordafrika mit starken Winden wirbelte Unmengen von Saharastaub auf, welcher mit der südlichen Strömung über die Alpen geführt wurde. Eine Ausgeprägte Föhnlage für den Bodensee also, die uns über die Ostertage nicht nur ordentlich Wind sondern auch eine bedrohlich trübe Atmosphäre bescherte….geradezu mystisch! Wind hatte es zum Segeln eher mehr als genug. Gerade, wenn Einhandsegeln angesagt ist. Auch wenn es nach Beaufortskala mit Bf 7 gerade mal ein „steifer Wind“ war.

Bodenwetterkarte, Quelle: Meteo Schweiz

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